Ratgeber
Wann braucht ein Unternehmen einen CFO?
Kurz gesagt: spätestens dann, wenn wichtige Entscheidungen ohne belastbare Zahlen getroffen werden. Das passiert deutlich früher, als die meisten denken — typischerweise ab 10–20 Mitarbeitern oder ab dem ersten ernsten Bank- oder Investorengespräch. Eine Festanstellung braucht es dafür meist nicht.
Checkliste
Die 7 Signale, dass CFO-Kompetenz fehlt
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1. Sie steuern nach Kontostand
Die Liquidität in 8 Wochen? Gefühlssache. Das ist das deutlichste Signal von allen.
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2. Die Zahlen kommen zu spät
Wenn die BWA sechs Wochen alt ist, treffen Sie Entscheidungen im Rückspiegel.
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3. Die Bank stellt Fragen, die unangenehm werden
Forecast, Kapitaldienstfähigkeit, Planszenarien — und Sie haben nur den Jahresabschluss.
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4. Wachstum frisst Liquidität
Volle Auftragsbücher, leeres Konto: Vorfinanzierung und Working Capital laufen aus dem Ruder.
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5. Preise und Margen sind Bauchsache
Niemand weiß genau, welcher Auftrag, welches Produkt, welcher Kunde wirklich Geld verdient.
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6. Eine große Entscheidung steht an
Investition, Übernahme, Nachfolge, Finanzierungsrunde — und es fehlt der Zahlenmensch an Ihrer Seite.
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7. Sie sind der CFO — nebenbei
Der Geschäftsführer macht die Finanzen nach Feierabend. Das funktioniert, bis es nicht mehr funktioniert.
Die Alternativen
Es muss keine Festanstellung sein
Ein festangestellter CFO kostet 180.000–300.000 € im Jahr und lohnt sich in der Regel erst ab etwa 80–100 Mitarbeitern. Darunter gibt es drei passendere Modelle:
- Externer CFO / Fractional CFO: CFO-Arbeit an festen Tagen pro Monat — Liquidität, Reporting, Bankgespräche, Strukturen.
- Externes Controlling: wenn vor allem verlässliche Monatszahlen und Kennzahlen fehlen.
- CFO-Sparring: wenn die Strukturen stehen, aber der kritische Gesprächspartner für Entscheidungen fehlt.
Welches Modell passt, hängt von Ihrer Situation ab — und lässt sich in einem halbstündigen Gespräch klären.
FAQ
Häufige Fragen
Als Festanstellung meist ab 80–100 Mitarbeitern oder deutlich zweistelligem Millionenumsatz. CFO-Kompetenz in Teilzeit lohnt sich dagegen oft schon ab 10–20 Mitarbeitern — immer dann, wenn finanzielle Entscheidungen komplexer werden als die Strukturen.
Der Controller liefert und analysiert Zahlen. Der kaufmännische Leiter verantwortet den laufenden kaufmännischen Betrieb. Der CFO denkt strategisch nach vorn: Finanzierung, Liquidität, Steuerungsmodell, große Entscheidungen. In KMU sind die Rollen oft gemischt — wichtig ist, dass alle drei Perspektiven abgedeckt sind.
Nein — und das sagt Ihnen jeder gute Steuerberater selbst. Er verantwortet Buchhaltung, Abschluss und Steuern und schaut zurück. CFO-Arbeit schaut nach vorn und verlangt unternehmerische Entscheidungen, nicht nur korrekte Buchungen.
Ja — genau das ist das Fractional-Modell: ein erfahrener CFO an ein bis mehreren Tagen pro Monat, dauerhaft und planbar. Für die meisten KMU das Modell mit dem besten Verhältnis aus Wirkung und Kosten.
Wie viele der 7 Signale treffen auf Sie zu?
Ab zwei Treffern lohnt das Gespräch. Unverbindlich, ehrlich, 30 Minuten.